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Brettchenweben
Wunderschöne Borten kann zaubern, wer sich im Gewirr aus Brettchen und Wolle auskennt. In vielen Gräbern wurden kleine, quadratische, gelochte Plättchen aus Holz oder Bein gefunden. Auch Abbildungen der Tätigkeit ansich existieren. Beim Brettchenweben werden durch die Löcher der Brettchen verschiedenfarbige Wollfäden gezogen. Durch das Drehen der Kärtchen entsteht das Muster in der Borte.
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Spinnen
Aus Märchen und Sagen kennt jeder das Spinnrad. Mit dieser Vorrichtung oder dem wesentlich älteren Vorläufer, der Handspindel, wird aus Schafswolle Garn in unterschiedlichen Fadenstärken hergestellt, das für die weiteren Textilarbeiten Hauptarbeitsmittel ist. Aus der buschigen Rohwolle wird mit zwischen den Fingern ein einzelner Faden durch die Drehbewegung der Spindel erzeugt, auf der der Faden sich auch gleich aufrollt. Beim Spinnrad wird die Spindel mithilfe der Schwungbewegung des Rades angetrieben. Das Rad wiederum wird durch ein Pedal in Drehbewegung versetzt.
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Naalbinden
Mit dieser Technik, die der Vorgänger von Stricken oder Häkeln ist, lassen sich warme Socken, Mützen und Handschuhe, aber auch kleine Täschchen herstellen. Mit einer Knochennadel wird der Wollfaden, immer wieder durch die Maschen der letzten Reihe gezogen. Der Unterschied zum Stricken liegt darin, dass jede Masche für sich einzeln abgeschlossen ist. So können beim fertigen Gewebe keine Laufmaschen entstehen. |
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Nähen
Einige unserer Mitglieder nähen ihre Gewandung mit der Hand. Was ein Aufwand, werden Sie sich nun denken - aber es lohnt sich :-).
Leider gibt es besonders aus dem Frühmittelalter nur sehr wenige Bodenfunde. In fast allen Gräbern sind nur Fragmente von Geweben erhalten geblieben. Hinweise auf den Schnitt geben uns nur noch Moorfunde oder Abbildungen von Menschen in Büchern, auf Teppichen oder Schnitzereien. |
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Kammweben
Diese Bindungsart ist wohl die einfachste und älteste Technik überhaupt, und kann mit allerlei Hilfsmitteln erzielt werden. Zum Weben am Gürtel benötigt man lediglich einen Webkamm, ein Webschiffchen und natürlich Wolle. Immer abwechselnd durch die Löcher und Schlitze des Kammes werden die verschieden farbigen Wollfäden gezogen. Wird der Kamm rauf und runter bewegt entsteht ein Fach durch das der Schussfaden gezogen wird und es entstehen relativ einfache Bortenmuster. |
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